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Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft

Das Fachgebiet Literaturwissenschaft an der TU Berlin ist am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte angesiedelt. Mit seinem besonderen Schwerpunkt "Literatur und Wissenschaft" bietet es die Möglichkeit einer vertiefenden Fortsetzung literatur-, kunst-, kultur- und medienwissenschaftlicher Studien. Das Lehrangebot wird seit dem Wintersemester 2017/18 durch eine Kooperation mit der UdK Berlin im Rahmen der Hybrid-Plattform [2] erweitert.

Im Masterstudiengang Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik bilden die Lehrveranstaltungen der Literaturwissenschaft den Schwerpunkt Kulturen des Wissens [3]. Im Bachelorstudiengang Kultur und Technik [4] ist das Fachgebiet für das interdisziplinäre Modul Text und Wissen [5] verantwortlich. Ab dem Wintersemester 2019/20 kommt der Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft [6] im neuen Masterstudiengang Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik [7] hinzu. 

Zur Geschichte der Literaturwissenschaft an der TU Berlin

Seit 1895 wurden an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin regelmäßig literaturgeschichtliche Vorlesungen gehalten, und zwar im Rahmen der Abteilung für Allgemeine Wissenschaften, die das Fachstudium der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Maschineningenieurwesens, des Schiff- und Schiffsmaschinenbaus sowie der Chemie und Hüttenkunde mit ihrem Lehrangebot ergänzte. Es reichte von der Mathematik und der Physik über die Nationalökonomie und die Rechtswissenschaft bis zur gewerblichen Gesundheitslehre und dem Fremdsprachenunterricht.

Nach der 1946 erfolgten Neugründung [8] als Technische Universität Berlin ging aus der Abteilung für Allgemeine Wissenschaften die Humanistische Fakultät hervor. Gemeinsam mit der Philosophie sowie der Kunst- und Musikgeschichte trug das Fach Deutsche Literatur nun zu einem für die Studenten aller Fakultäten verbindlichen, allgemeinbildenden Lehrprogramm bei. Der Literaturwissenschaftler Paul Altenberg, unter dessen Leitung 1954 auch die Berliner Urania [9] in den Räumen der TU Berlin wiedereröffnet wurde, war einer der prägenden Hochschullehrer dieses humanistischen Studiums in den fünfziger Jahren.

Als sein Nachfolger wurde 1959 der Germanist, Lyriker und Literaturkritiker Walter Höllerer berufen. Er trat nachdrücklich für einen Ausbau der Humanistischen Fakultät in Richtung eines breiten geisteswissenschaftlichen Fächerspektrums ein und setzte mit der Gründung eines Instituts und einer Zeitschrift für "Sprache im technischen Zeitalter" auch selbst entsprechende Zeichen. Die Zeitschrift [10], deren erste Ausgabe im Herbst 1961 erschien, betrachtete es als ihre Aufgabe, sich der Frage nach der Technik auf dem Weg einer Analyse des gesamten Feldes gegenwärtiger Sprachpraxis zuzuwenden einschließlich der Sprache der Massenmedien und der formalen Computersprachen. Im Wintersemester 1961/62 fand in der Berliner Kongresshalle (dem heutigen Haus der Kulturen der Welt) eine von Höllerer organisierte internationale Lesereihe [11] statt, an der Schriftsteller wie Ingeborg Bachmann, Friedrich Dürrenmatt, Henry Miller, Natalie Sarraute und Eugène Ionesco teilnahmen und die vom Sender Freies Berlin aufgezeichnet wurde. Mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB [12]) begründete Höllerer 1963 zudem ein bis heute bestehendes Haus zur Förderung der Gegenwartsliteratur.

Der von Höllerer als Dekan betriebene Ausbau der Humanistischen Fakultät betraf insbesondere auch die literaturwissenschaftlichen Fächer. So wurde die Germanistik bald um eine ältere Abteilung erweitert und konnte sich damit nach und nach als eigenständiges Fachinstitut etablieren. Norbert Miller und Friedrich Knilli begannen hier als Assistenten. Während jener seit den siebziger Jahren als Lehrstuhlinhaber Akzente in Richtung einer auch Kunst und Musik einbeziehenden Vergleichenden Literaturwissenschaft setzte, unternahm dieser mit der Entwicklung eines Schwerpunkts Medienwissenschaft Schritte zu einer institutionellen Ausdifferenzierung. Mit Thomas Cramer, Peter Wapnewski, Conrad Wiedemann, Hans Dieter Zimmermann, Reinhard Baumgart und Harald Hartung war an der TU Berlin bis in die späten neunziger Jahre die deutsche Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart vertreten. Ein besonderes Interesse galt dabei, auch in Zusammenarbeit mit der 1992 gegründeten Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW [13]), der Berliner Klassik und Romantik.

Zum Wintersemester 1999/2000 übernahm Sigrid Weigel zugleich mit ihrem Ruf an die TU Berlin die Direktion des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL [14]). Ihr Vorschlag, die geisteswissenschaftlichen Fächer thematisch und methodisch auf die technik- und naturwissenschaftlichen Disziplinen auszurichten, fiel in eine Zeit einschneidender Kürzungen. Mit der Eröffnung der Studiengänge „Kultur und Technik“ (B.A.) und „Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik“ (M.A.) konnte die Reform aber in vieler Hinsicht umgesetzt werden. Seit 2011 ist das verbliebene Fachgebiet Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft Teil des Instituts für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte.

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Lesen ist eine Schnittstellenkunst, die zweierlei erst erzeugt, den Text und seine Leser·innen. Nur, wenn letztere sich lesend selbst in die Waagschale werfen, als ganze Personen mit allen Vorurteilen, Sehnsüchten und Wünschen, realisiert sich für sie ein literarischer Text in seiner Wahrhaftigkeit und seine Lektüre ergibt mehr als ein Geschmacksurteil. Zum zweiten Mal bietet Thomas … Emphatische Lektüre: Wilhelm Raabes „Zum wilden Mann“ oder Was heißt Realismus? weiterlesen
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